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RNext - BiPRO spricht in Zukunft Code

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Die Ankündigung von RNext hat auf dem BiPRO-Tag 2018 für positives Aufsehen gesorgt. Für den Verein ist RNext der richtige Schritt in eine volldigitale Zukunft. Um bereits vor dem Start der Labs einige Fragen zu beantworten, wurde eine Liste mit Antworten auf wesentliche Fragestellungen erstellt. In einer Umfrage erhalten alle Mitglieder zudem die Möglichkeit, sich in die Planung der ersten Labs einzubringen. So können sie mitentscheiden, welche Prozesse als erstes im neuen Verfahren normiert werden.

Umfrage zum RNext Stimmungsbild am Markt
Eine Umfrage unter den Mitgliedern soll erfassen, welche Themen möglicherweise in ersten RNext-Labs beleuchtet werden. Gestalten Sie RNext aktiv mit indem Sie sich an der Umfrage beteiligen.



RNext - Fragen und Antworten

1: Welche Tools werden genutzt und sind die Anwender auf diese Tools festgelegt?

In der Build-Pipeline werden u.a. OpenAPI, GitLab, Maven, Jenkins und Nexus verwendet. Im Prinzip sehen Anwender aber nur das fertige Resultat im Nexus, welches man herunterladen kann. Sollten Anwender selber eine Build-Pipeline aufbauen wollen, dann ist es ratsam die genannten Tools zu verwenden.

2: Wie sind Domänen aufgebaut und wie viele wird es geben?

Die Domänen lassen sich am besten durch eine Matrix (siehe Grafik) beschreiben. In der Spalte der Matrix stehen die verschiedenen Sparten und in der Zeile gibt es verschiedene Gruppierungen von GeVos. Dies ist aber ein vereinfachtes Bild. Grundsätzlich sollen alle Domänen passend geschnitten werden. Es wird mit einer Anzahl von ca. 20 bis 100 gerechnet.

rnextmatrix.png

 

 

 

 

 

 

3: Welche Vorteile haben die Domänen im Vergleich zur herkömmlichen Modellierung?

Durch die Unabhängigkeit der Domänen untereinander, ist eine höhere Agilität bei der Entwicklung der Normen erreichbar. Normen lassen sich zudem schneller implementieren. Die Vorteile sind, dass sich Benutzer nicht mit dem gesamten Datenmodell beschäftigen müssen, sondern nur mit den Daten, die in der jeweiligen Domäne liegen.

4: Wann wird der auf dem BiPRO-Tag vorgestellte Service bereitgestellt? Ein Unternehmen plant 2019 die Umsetzung „Schadenmeldung Komposit“ – kann dieser Code genutzt werden?

Da es sich bei der vorgestellten Arbeit um einProof of Concept (PoC) handelt und der Use Case nicht die komplette Schadenmeldung abdeckt, kann der Code in dieser Form nicht benutzt werden. Es muss prinzipiell in einem Lab herausgearbeitet werden, wie groß diese Domäne zu schneiden ist.

5: Wieso wurde Schadenmeldung als PoC ausgesucht?

Eine Umfrage im Präsidium und unter Teilnehmern der Arbeitsgruppe hat ergeben, dass sich viele Unternehmen hier eine „schlanke“ Implementierung wünschen. Es gibt jetzt aber die Möglichkeit, sich an der Umfrage der aktuellen Vorschläge für RNext zu beteiligen und somit die nächsten Schritte mit zu gestalten.

6: Wird REST als Protokoll vorgegeben?

Moderne Webservices nutzen JSON-REST als Basis. Deshalb ist dieses Protokoll aus unserer Sicht am sinnvollsten. Die  JSON-REST-Community ist heute deutlich aktiver als die der SOAP-Welt. Somit gibt es mehr Tools, die sich um JSON-REST gruppieren, als um SOAP. Andere Technologien werden aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Die eingesetzten Technologien werden im Rahmen des jeweiligen Labs vereinbart.

7: Welche bestehenden Normen oder Teilprozesse werden als nächstes in RNext umgesetzt?

Dies entscheiden die Mitglieder und die Teilnehmer, die RNext in einem Lab erproben wollen.

8: Wie kann ich mitmachen und welche Kosten entstehen bei einer Teilnahme?

Jedes Mitglied des BiPRO e.V. kann RNext aktiv mitgestalten. Die Themenfelder, die zur Auswahl stehen, werden durch die Mitglieder selbst bestimmt. Ähnlich wie bei einem Projekt wird die Lab-Teilnahme individuell kalkuliert und anteilig berechnet.

9: Wird das aktuelle Release-Paket vollständig in RNext umgesetzt?

Davon ist derzeit nicht auszugehen, da es bereits gut funktionierende Services gibt. Außerdem stellt sich die Frage, wie wirtschaftlich sinnvoll ein Ersatz wäre. Ziel ist es daher zunächst, einzelne Bereiche zu benennen, die mit RNext umgesetzt werden und bei denen die Design Prinzipien gut zu den Geschäftsmodellen der jeweiligen BiPRO-Mitglieder passen. Dies werden aus jetziger Sicht vor allem Bereiche sein, bei denen die Marktdurchdringung derzeit noch nicht vorhanden oder gering ist.

10: Ab wann werden neue Projekte in RNext „modelliert“?

Der Start erster RNext-Labs ist für Ende dieses Jahres geplant. Erst nach einer Evaluation der Ergebnisse kann es zu Projekten kommen. Deshalb liegen hierfür noch keine Termine vor.

11: Sollte für neue, geplante Implementierungen noch auf Release 2 (Version 2.7) gesetzt werden?

Ja, da RNext nicht alle Aspekte des Release 2 abdecken kann und höchstwahrscheinlich auch nicht wird.

12: Wie lange bleiben laufende Implementierungen auf Release 2 bestehen? Wird es auch weiterhin fachliche Beratung aus der Geschäftsstelle geben?

Release 2 ist nach wie vor der Branchenstandard und dieser wird weiterhin fachlich betreut. Ein End-of-Service ist nicht vorgesehen. Die Geschäftsstelle stellt jedoch ausschließlich die fachliche Unterstützung sicher. Es erfolgt keine Projekt- oder Implementierungsberatung.

13: Was genau wird den Mitgliedern bei RNext zur Verfügung gestellt?

Mitglieder erhalten fertigen Code in Form von Bibliotheken. Sowohl Provider als auch Consumer können sie verwenden. Zusätzlich wird es Artefakte geben, die für das Erstellen des Codes genutzt werden können. Dazu müsste gegebenenfalls eine Build-Pipeline eingerichtet werden. Die Beschreibung hierzu befindet sich ebenfalls direkt im Code.

Die API-Sprache ist Englisch, d.h. sämtliche Attribute haben englische Namen. Eine Dokumentation wird in Englisch und Deutsch erstellt.

14: RNext = Normen in Code: Wird es technische Unterstützung aus der Geschäftsstelle, z.B. bei Fragen zu Tools, geben?

Die individuelle technische Unterstützung obliegt weiterhin den Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen.

15: Wie wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse aller Mitglieder berücksichtigt werden?

Alle Mitglieder haben die Gelegenheit, sich an der Umfrage zu RNext zu beteiligen und Themenvorschläge einzubringen. Daneben können sie in der Mitgliederversammlung Anträge und Ideen äußern.

16: Gibt es einen Zusammenhang mit dem auf dem BiPRO-Tag 2018 vorgestellten „agilen Release-Management“?

Ein agiles Release-Management ist in RNext unabdingbar. In RNext wird zudem eine semantische Versionierung angewendet werden können, die die Auswirkungen von Änderungen berücksichtigt.

17: Werden die angekündigten Minor-Releases noch umgesetzt?

Ja, da dies normale Themen im Release 2 sind und unabhängig von RNext.

18: Der BiPRO e.V. will auch Blockchain verfolgen und Projekte damit umsetzen. Gibt es einen Zusammenhang zu RNext?

Zwischen RNext und Blockchain besteht zunächst einmal kein Zusammenhang. Dies schließt aber nicht aus, dass es in Zukunft einzelne RNext-Labs und möglicherweise Projekte in Verbindung mit der Blockchain-Technologie geben wird.

19: Steht der Code nur BiPRO-Mitgliedern zur Verfügung?

Dies ist derzeit so geplant. Wobei es auch einige Teile geben wird, die für branchenfremde Unternehmen zur Verfügung stehen. Z.B. ein Lab zu Smart-Home in RNext.

20: Gibt es für den Code einen Status (wie für die aktuellen Normen)?

 Es wird einen Master-Zweig in der Entwicklung geben, dieser ist theoretisch mit dem Status vergleichbar.

21: Die Statusänderung von potentieller zu offizieller Norm müsste schneller durchlaufen werden – gibt es den Code für Nicht-Mitglieder somit schneller?

Ja, für branchenfremde Unternehmen wird dies diskutiert. Branchenfremde Unternehmen, die Berührungspunkte mit der Versicherungsbranche haben, d.h. in Prozesse eingebunden werden müssen, müssen die Möglichkeit haben, an den Code zu kommen.

22: Aktuell: Der Vorteil der BiPRO-Normen (gegenüber dem GDV-Datensatz) besteht darin, dass alle Klassen durch VU-spezifische Erweiterungen individuell auf spezielle Produkte angepasst werden können. Wie wird dies für RNext umgesetzt oder gibt es dies nicht mehr?

Die Microservices müssen so konstruiert sein, dass VU-spezifische Erweiterungen im ausgelieferten Code gemacht werden können

23: Mapping auf Backend-Systeme der Versicherer: welche Vorteile/ Veränderungen ergeben sich hier? Einfacher, schneller, brauche ich Personen mit anderen Fähigkeiten (Code lesen können statt Datenmodell?

Das Mapping ins Backend wird wesentlich einfacher, da man sich nur mit den für einen [bb4] relevanten Attributen beschäftigen muss und alle anderen nicht vorhanden sind. Im Prinzip sind andere Fähigkeiten gefragt, aber weiterhin ist fachliches KnowHow zwingend erforderlich, um dies in Gänze zu verstehen.

24: Wird RNext implementierte Regeln enthalten?

Viele Regeln entfallen, da dies bereits durch die Domänenschnitte gelöst wird.

Bsp:

IF Schaden == Kfz-Schaden THEN…

ELSE IF Schaden == Wohngebäude-Schaden THEN…

Einen solchen Fall sollte es in RNext nicht geben. Einige Regeln, die in einer Domäne auftauchen, werden hingegen bereits bei der Modellierung der Schnittstelle berücksichtigt.

25: Worin besteht agiles Arbeiten in RNext?

Bei RNext gibt es eine laufende Erweiterung von Ergebnissen. Diese werden durch die Personengruppe, zu der die Domäne gehört, kontinuierlich weiterentwickelt. Dies geschieht durch Arbeiten in einem schnell agierenden Team mit der Adaption von bewährten Methoden sowie Konventionen (Best Practice).


Ansprechpartner
Sollten Sie weitere Fragen haben, die Sie in den FAQs vermissen, dann steht Ihnen gerne Herr Dr. Kamil Bieder, Leiter IT- und Innovationsmanagement, telefonisch unter der Nummer +49 211 690750-76 oder per E-Mail zur Verfügung.